Kreatives Denken und Unternehmenskultur

Wie Design Thinking dabei helfen kann, innovative Lösungen zu finden.

Was ist überhaupt »Kultur«? Wie lässt sich der traditionelle Kulturbegriff auf Unternehmen übertragen? Was umfasst die Methode des Design Thinkings, welches Potential birgt sie? Und noch dazu – was hat das alles mit Essen zu tun?
Um diese verschiedenen Themenkomplexe miteinander zu vereinen, fand im Februar 2017 die Winterschool des Karriereservice unter dem Titel »Spiegelungen« statt.

Kunst und Kultur
Auftakt der Bildungswoche war ein Besuch mit Führung im Albertinum, der staatlichen Kunstsammlung in Dresden. Neben klassischen Gemälden und Skulpturen hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, das kontrovers diskutierte Mahnmal der drei Buswracks von Manaf Halbouni zu besichtigen. Auch die Fotoausstellung »Lampedusa 361« auf dem Theaterplatz, welche unzählige Flüchtlingsgräber zeigt, stimmte nachdenklich.
Anschließend fuhren die Teilnehmer auf die malerisch gelegene Burg Schöna mitten im Elbsandsteingebirge, in der sie für die kommenden Tage einquartiert waren.

Körperkultur
Noch vor dem Frühstück sorgte Thomas Hönel jeden Morgen für einen frischen Start in den Tag. Mit sanften Bewegungsfolgen aus dem Yoga und verschiedenen gruppenaktivierenden Übungen vermittelte der Kampfkunstlehrer Achtsamkeit mit Körper und Geist. Auf Wanderungen erkundeten die Teilnehmer die umliegende Landschaft des Elbsandsteingebirges.

Design Thinking
An den Vormittagen stellte Florian Müller, Marketing Consultant und Geschäftsführer von projektUP!, die Methode des Design Thinkings vor. Der Ansatz verfolgt dabei das Ziel, kreative Antworten auf Problemstellungen zu finden. Wichtig ist dabei, gewohnte Denkbahnen zu verlassen und sich Herausforderungen auf spielerische Art und Weise zu nähern. Konkret erfahrbar wurde die Methode durch eine Aufgabe, die die Teilnehmer in Kleingruppen innerhalb der Woche bearbeiten mussten. Mit Lego, bunten Post-Its und Flipchartpapier bewaffnet, konnten die Teilnehmer Lösungen haptisch darstellen.

Kultur
Die theoretische Sicht auf den Kulturbegriff und dessen Historie gab Karl-Heinz Reiche, Projektmanager des Karriereservice. Ebenso erklärte er, wie Unternehmenskultur greif- und beschreibbar gemacht werden kann. Ergänzend lud der Prozesspsychologe Jörg Heidig zur Auseinandersetzung mit Kultur und Identität ein. In verschiedenen Übungen und Diskussionen machten sich die Beteiligten eigene Werte bewusst.

Esskultur
Neben dem Wissensinput sorgte Claudia Friedrich, leidenschaftliche Do-Eat-Yourself-Köchin, für das leibliche Wohl. Gemeinsam kochte sie mit den Teilnehmern Rezepte aus allen fernen Ländern und zeigte, wie wichtig Essen für das Entstehen von Gemeinschaft und Kultur ist.

Eine gelungene Woche
Besonders an der diesjährigen Winterschool war die Vielfalt an Themen, die von den jeweiligen Dozenten umfangreich behandelt und untereinander verknüpft wurden. Unter den Teilnehmern herrschte eine einmalig warme und herzliche Atmosphäre, die zum gemeinsamen Austausch anregte.

Autorin: Marina Welsch
Fotografie: Daniel Winkler

Übrigens ist bei dieser Winter School das Cover zum neuen Veranstaltungsheft des Karriereservice entstanden. Dieses und weitere Informationen finden Sie hier: www.hszg.de/karriere